Leo Löwenthal in Frankfurt und Washington. Reihe: Philosophische Gespräche
Im Februar und März 1954 musste der 1900 in Frankfurt am Main geborene Leo Löwenthal, der für das Institut für Sozialforschung und später für die Voice of America tätig war, sich einer Sicherheitsbefragung unterziehen. Er bekannte sich zu seiner jugendlichen Begeisterung für die Russische Revolution, betonte aber auch die Enttäuschung über die Entwicklungen in der Sowjetunion. Seine Tätigkeit für die amerikanische Regierung sah er als Verpflichtung und Privileg.
Der Vortrag beleuchtet, wie die Erfahrungen von Krieg und Revolution Löwenthals politisches Engagement in der Weimarer Republik prägten und sich auch in seiner Arbeit für die amerikanische Regierung zu Beginn des Kalten Kriegs manifestierten.